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El Niño sorgt bei Experten für Besorgnis und entfacht erneut die Debatte über die bevorstehende Kaffeeernte

  • 3. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Die Möglichkeit eines starken El Niño in den kommenden Monaten dominierte am Dienstag (23. Juni) die Diskussionen bei einem Treffen, das von der Kaffeeabteilung der Brasilianischen Landwirtschaftsgesellschaft (SRB) organisiert wurde. Nach Ansicht von Experten ist dieses Klimaphänomen derzeit der Hauptrisikofaktor für die Ernte 2027/28, insbesondere während der Blütezeit der Kaffeeplantagen in Brasilien und Vietnam.

Vor dem Hintergrund historisch niedriger weltweiter Lagerbestände können selbst Prognosen einer Rekordernte die Sorgen des Marktes nicht zerstreuen. Der Kaffeemarkt könnte eine weitere Klimakrise nicht verkraften. Es gibt nicht genügend Lagerbestände, um zusätzliche klimatische Widrigkeiten abzufedern.


Die Intensität von El Niño wird für die Preis- und Absatzentwicklung in den kommenden Monaten entscheidend sein. Sollte sich der Klimawandel zu verschärfen scheinen, werden Verkäufe zurückgehalten, was sich logischerweise auf die Preise auswirkt.


Das Phänomen führt typischerweise zu Trockenperioden während des brasilianischen Sommers – ein Szenario, das Regenfälle verzögern und die Entwicklung der Kaffeeplantagen beeinträchtigen kann.


Angesichts der weltweiten Versorgungslage gewinnt diese Sorge noch an Bedeutung. Der durch die Inflation verursachte Nachfragerückgang trug 2025 dazu bei, den Markt ins Gleichgewicht zu bringen. Kein anderes Land verzeichnet einen Produktionsanstieg: Kolumbien und Peru reduzieren ihr Angebot, Vietnam produziert rund 30 Millionen Säcke, und Mittelamerika kann die Marktnachfrage nicht decken.


Für Experten ist nur eines sicher: Die weltweiten Lagerbestände bleiben knapp.

Einige Marktschätzungen könnten das Produktionspotenzial des Landes überschätzen.

Nach Angaben der Procafé-Stiftung weisen die Erhebungen methodische Einschränkungen auf. Ein großer Teil der Schätzungen basiert nach wie vor eher auf der Anbaufläche als auf tatsächlichen Produktivitätsmessungen.


Es herrscht jedoch Einigkeit darüber, dass die Wetterbedingungen in den kommenden Monaten die entscheidende Variable für den Markt bleiben werden.


 
 
 

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